Früh er fand ich angeln total langweilig, obwohl mein Mann seit Jahren begeisterter Angler ist und ich auch schon ein paar Mal mit war. Ich fand es total blöd, stundenlang am See zu sitzen und darauf zu warten, dass ein Fisch beißt. Der absolute Horror war für mich, wenn sich Angler miteinander unterhielten und ich keine Ahnung hatte, wovon sie redeten...
Bis zu diesem verregneten Dänemark – Urlaub, als mich der Angelvirus packte...
Wir waren mit einem befreundeten Paar, aus dem Angelverein eine Woche in Dänemark im Urlaub.
Die beiden Männer waren so gut, wie jeden Tag angeln und wir Frauen wollten an den Strand, aber das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Als unsere Männer jeden Tag Fische mitbrachten, dachten wir uns, dass wir vielleicht auch mal mit fahren und zugucken könnten, denn langweiliger, als den ganzen Tag im Ferienhaus zu sitzen, könnte es ja wohl nicht werden.
Also sind wir mehrere Tage hintereinander mitgefahren und irgendwann (am vorletzten Tag) langweilte ich mich so sehr, dass ich meinen Mann bat, mir irgendeine Rute in die Hand zu geben. Und was soll ich sagen, ich fing an zu blinkern und es machte mir sogar Spaß. Nach mehreren Minuten hatte ich sogar meinen ersten Biss – ein Barsch. Aber, wie das eben so ist, wenn man keine Ahnung hat, habe ich ihn leider verrissen.
Da mein Mann ein begeisterter Fliegenfischer ist und die meiste Zeit mit seiner Flugrute verbrachte, wollte ich das auch unbedingt mal ausprobieren. Es heißt zwar man soll doch zuerst auf einer Wiese üben, aber das war mir dann doch zu blöd und ich begann gleich damit am See zu üben.
Die ersten (keine Ahnung, wieviel hunderte von Würfen) waren ziemlich mies, aber irgendwann wurde ich immer besser.
Gerade jetzt, als es anfing mir Spaß zu machen, war der Urlaub leider schon wieder zuende.
Also fuhren mein Mann und ich zwei Monate später nocheinmal für eine Woche nach Dänemark... .
In der Zwischenzeit habe ich mir sogar meine ersten eigenen Angelsachen gekauft.