Piercing bedeutet das durchstechen- durchbohren- durchstoßen- durchdringen von Körperteilen (Zunge,Ohren,Lippe....), um später besonderen und ausgefallenen Schmuck tragen zu können.
Bis vor 1980 wurden nur Randbevölkerungen gepierct , umso mehr ist es erstaunlich das ein Piercing egal in welcher Art, heute als Zeichen von Individualität gilt.
Trotz jeder Modernheit, egal ob im Hairstyling oder Make up, Piercings gelten oft immer noch als abschreckend und anstößig. Für viele Piercingfreunde gilt dieser besondere Körperschmuck als Verschönerung und als Hervorhebung besonders schöner Körperstellen. Für andere bedeutet es die Grenzen des eigenen Körpers kennenzulernen oder einfach nur seinen Körper in gewisser Art und Weise zu Stimulieren .
Es gibt so viele verschiedene Beweggründe sich Piercen zu lassen, genauso wie es auch verschiedene Arten und Körperstellen dafür gibt!
Wie kommt das piercen in das 21. Jahrhundert?
Früher galten Piercings bei den Stammes und Urvölkern als Erkennungs- und Rassezugehörigkeitsze ichen. Bei vielen Afrikanischen Buschvölkern ist dies immer noch der Fall, hier kann man anhand der Piercings unterschieden welche Ranghöhe jeder einzelne hat.
Gerade bei den Frauen sind oft extreme Formen des Piercingschmucks zu erkennen, wie z.B. Grosse Lippenteller.
In der heutigen Zeit galten bis vor wenigen Jahren Ohringe, egal ob bei Mann oder Frau als äußerst seltsam und zogen somit viele Blicke auf sich.
Während Ohrringe mittlerweile im Jahr 2007 als selbstverständlich gelten, trifft man immer häufiger andere Piercingvarianten an, die wieder die Blicke auf sich ziehen. Oft werden bzw. wurden diese Varianten einer Szene zugeordnet u.a. der Punk- Gothik- und SM- Szene.
Was aber so nicht stimmt, da gerade zu jeder ein Piercing trägt, ob nun ein Anwalt oder ein Abiturient, jeder hat sein Wunschschmuck und seine Wunschkörperstelle gefunden. Heute ist Körperschmuck in allen Teilen der Gesellschaft und in jeder Altersgruppe zu finden und ich finde jeder der keinen Draht zu diesem Thema Piercing hat, sollte es trotzdem akzeptieren und respektieren. Denn diese Art von Schmuck ist keine Laune unserer Zeit, sondern lässt sich auf beinahe alle Zeitalter und Gesellschaftsschichten&nbs p; zurück führen.
Viele Menschen fragen sich wie entsteht ein Piercing und in welcher Art und Weise werden diese gestochen.
Es gibt momentan 3 verschiedene Piercingmöglichkeiten , jede Möglichkeit ist für ein anderes Piercing bzw. für eine andere Körperstelle geeignet.
"Schiessen " mit einer Ohrlochpistole
ist wirklich nur für das anbringen von Ohrlöchern geeignet und das auch nur im Knorpelfreiem Gewebe
ist leider jedoch die „ gängigste“ Methode, auch für Helix- und Tragus- Piercings
Ohrlochpistolen find ich sollten grundsätzlich verboten werden, da diese nicht sterilisierbar sind und auch während dem „ schießen“ Gewebe geschädigt werden kann
Ebenso können Knorpelgewebesplitter ins Ohr austreten und somit Entzündungen entstehen
Stechen mit der Nadel
diese Methode kann man für grundsätzlich alle Piercingarten und Körperstellen verwendet werden
die Nadel wird meist in einer Stärke von 2,4 mm verwendet, somit ist die Verheilungszeit angenehmer und evtl. verkürzt
das Piercing kann dann auch ohne Probleme eingeführt werden und erleichtert somit den Heilungsprozess
Ausstanzen mit dem Dermal Punch
mit dieser Methode wird ein kleines Stück des Gewebes heraus gestanzt in Zylinder Form
diese Art des Stechens wird bei Piercings verwendet die später gedehnt werden sollen, wie z.B. Ohrlöcher, Brustwarze...
da beim Piercen mit der Nadel der Druck des Schmuckstücks zu arg auf der Stichstelle liegt und es so schlecht verheilen kann, wird wenn möglich der Dermal Punch verwendet um einfach den Druck von dem Gewebe zu nehmen und dadurch wird die Heilung verkürzt.
Diese Beschreibung der Piercingmöglichkeiten ist natürlich nicht so ausführlich, aber ohne hin solltet ihr euch sehr genau über den Vorgang bei eurem Piercer informieren. Wenn jemand zum Beispiel mit der Ohrlochpistole ein Bauchnabelpiercing schießen will, dann nehmt ganz schnell reiß aus, weil dies zeugt nicht von Qualität und als Könner seines Fachs.